Im verlinkten Artikel beschreibt Simone Lehmann, wie man durch eine Konfigurationserweiterung im Drucksubsystem CUPS AirPrint unter Mac OS X 10.6.5 (und vermutlich auch älter) freischalten kann, ohne dass man sich Dateien aus der Developer Preview besorgen muss.

Mangels Mac vor Ort kann ich die Lösung momentan nicht testen. (siehe unten)

Für mich fast noch interessanter ist der verlinkte Blogeintrag von Ryan Finnie, in dem er eine Konfigurationsänderung von Avahi beschreibt, mit der man AirPrint auf Linux-Systemen wiederum unter Verwendung von CUPS einrichtet. Da bei uns sowieso immer ein Linux-Server (besser eine Linux-Box mit mehreren Xen-DomUs) läuft, wäre dies für mich der goldene Weg, um Air Print für die heimische Nutzung zu implementieren.

Was auffällt ist, dass sich die beiden Implementierungen - obwohl sie einheitlich auf dem Gespann CUPS und Bonjour/Avahi aufsetzen - im konkreten Vorgehen stark unterscheiden:

  • Simone Lehmann nimmt eine Ergänzung der MIME-Types um den Typ urf in der CUPS-Grundkonfiguration vor und legt nach einen Neustart des cupsd die Drucker neu an.
  • Ryan Finnie hält die Registrierung des MIME-Typs urf für nicht notwendig, weil die iOS-Geräte sowieso PDF-Daten als Druckstrom ausgeben und ergänzt Avahi/Bonjour einfach um einen angepassten Drucker-Service.

Ich werde beide Weg in den nächsten Tagen mal ausprobieren.

Update 29.11.2010:

Unter Mac OS X ließ sich AirPrint für meinen Canon Pixma MX870 mit Hilfe des Apple-Scriptes (Link im Blog von Simone Lehmann) einrichten. Nach dem Neuanlegen und Freigeben des Druckers hat es noch etwas gedauert, bis mein iPad den Drucker “gesehen” hat. Dann lief alles problemlos.

Die Einrichtung unter Linux scheint problematischer zu sein. Ryan Finnie weist darauf hin, dass der Druckertreiber application/pdf unterstützen muss. Während der Canon-Treiber unter Mac OS X dies tut, unterstützt der Treiber unter Linux ausschließlich application/octet-stream.

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